In der Nacht vom 2. auf den 3. April gab es wieder Übergriffe von Rechtsradikalen u. a. auf die „Alte Molkerei“, das „Epizentrum“ und das Büro der LINKEN (Wahlkreisbüro von Dr. Diether Dehm, MdB, und Hans-Henning Adler, MdL).
Auf dem Gelände der „Alten Molkerei“ wurden friedlich zusammensitzende Menschen von sieben bis zehn Nazis angegriffen. Auf die Bewohnerinnen und Bewohner, deren Gäste und in der Nähe abgestellte Kraftfahrzeuge wurde mit Ziegelsteinen geworfen, rechte Parolen wurden gebrüllt.


Dr. Diether Dehm Europa- und mittelstandspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag hierzu: „Ich bin zutiefst erschüttert über die Brutalität des Vorgehens. Wer Menschen mit Ziegelsteinen bewirft, will sie nicht nur verletzen, sondern nimmt auch deren Tod in Kauf.“
Auch die wiederholten Versuche der Sachbeschädigung am „Epizentrum“ und am Büro der Linken sprechen für sich. Zum Glück ist es der Polizei mit Hilfe des durch die Partei Die LINKE. Wilhelmshaven aufgestellten Wachschutzes gelungen, vor dem Büro der LINKEN drei Neonazis auf frischer Tat zu stellen. Hier verklebten sie gerade rechtsradikale Aufkleber, rissen Plakate ab und Steine aus dem Pflaster.
„Diese Art rechter Übergriffe gab es in Wilhelmshaven zuletzt in den späten Achtzigern“, so Dehm. „Aber mitnichten sind nur vermeintliche Linke Im Visier rechtsextremistischer Gewalttäter. Alle, die nicht in das borniert-nationalistische Weltbild passen, werden attackiert: Anders Denkende. Anders Lebende. Anders Liebende.“
„DIE LINKE. fordert ständig, die V-Leute der NPD abzuschalten und so das Verbotshindernis zu beseitigen. Demokratische Parteien dürfen mit ihrer Verweigerung hierzu nicht länger der Garant für das Parteien-Privileg der Nazis sein,“ erklärt der Abgeordnete abschließend.