Der erneut nominierte Spitzenkandidat für die niedersächsische Landesliste und Mittelstandspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Diether Dehm, erklärt zum Fall Hoeneß:

Es geht nicht alleine um einen steuerhinterziehenden CSU-Fan, um jemanden wie Beckenbauer oder Schumacher, die durch Wohnsitz  in Österreich Steuern vermeiden - zum Schaden deutscher Krankenhäuser, Schulen und Straßen.

Es geht auch um die Bildzeitungs-Chefredaktion, im Fall Wulff ach so eifrig, die schützend, Nachrichten unterdrückend, die Hand über Hoeneß hielt.

Es geht auch um die Steuerhinterziehungsmodelle der Deutschen Bank, die im Dezember Staatsanwaltschaft und Polizei beschäftigte und um andere Konzerne, die mit ihrer Raffgier die europäische Wirtschaft dahin gebracht haben, wo sie ist.

Deutschland muss sich entscheiden: Für die vielen pünktlich ihre Lohnsteuer Zahlenden, für ein solides Handwerk, für sozial und solidarisch steuerzahlende Unternehmen und Selbständige oder für die "Kreativität" und  Niedertracht, mit der Konzerne wie Bayern München, die Deutsche Bank und andere den Erdball von Talenten leerkaufen wollen, ihre Konkurrenz an die Wand drücken und sich anschließend wundern, dass für die Produkte nicht mehr genügend zahlungsfähige Kundschaft übrig bleibt. Insofern ist das Fehlverhalten von Ulli Hoeneß nicht seine "Privatsache", sondern Ausdruck einer bestimmten "wirtschaftlichen" Mentalität.