Der Anstieg für Sozialleistungen um 3,7 Prozent von 2015 auf 2016 wurde aufgeregt und mit dem Begriff „Kostenexplosion“ kommentiert. Ganz zu Unrecht: Sozialausgaben steigen, wenn Preise, Bevölkerung, Renten usw. steigen. Der Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung bleibt seit Jahren ungefähr gleich. Jedoch: Hohe Sozialleistungen trotz relativ geringer Arbeitslosigkeit sind ein deutlicher Hinweis auf viele schlecht bezahlte Jobs.

In Kuba wütete der Hurrikan Irma mit unvorstellbarer Wucht. Ein Fünftel der Bevölkerung musste evakuiert werden. Nahezu die gesamte Nordküste Kubas steht unter Wasser. Landesweit ist die Stromversorgung zusammengebrochen. Die Schäden an Häusern, Schulen und Infrastruktur sind immens und bislang noch nicht in ihrem vollen Umfang abzusehen. Große Teile der Ernte sind vernichtet.

Viele kommen mit der Rente nicht über die Runden. Derzeit leben 2,7 Millionen Menschen nach ihrem 65. Geburtstag in Armut oder sind von Armut bedroht.

Wer kennt sie nicht: die gesalbten Sonntagsreden von FDP, CDU und CSU, die sich dabei überbieten, sich dem Mittelstand anzudienen. Sie tun so, als seien sie für die kleinen und mittleren Unternehmer 1 , für die Handwerksmeister, für die selbständigen Kreativen erste Adresse – aber bislang haben sie vorzugsweise für Konzerne, Machtbanken und Groß- Spekulanten Politik gemacht.

Die Konzerne stehen unter Verdacht, ein Kartell gebildet zu haben. Über Jahrzehnte sollen sich VW, Porsche, Audi, Daimler und BMW über die Technik ihrer Fahrzeuge, über Kosten, Zulieferer, Märkte, Strategien und die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge abgesprochen haben. Auch Politiker der Großen Koalition waren höchstwahrscheinlich informiert. ...

Fragen an Diether Dehm
(anlässlich seines Abschieds vom Amt des niedersächsischen Landesvorsitzenden am 19. November 2010 - nach sieben Jahren)