Bankenausstellung_Flyer_krimi_deutsche_bankDie Teilnahme der Deutschen Bank an dem “Arisierung” genannten Raub jüdischen Vermögens sahen deren Vorstandsmitglieder als einen normalen Zweig der von ihnen betriebenen Bankgeschäfte an. Der Bankvorstand beteiligte sich vor allem an der 1938 beginnenden völligen Liquidierung der jüdischen
Kapitaleigner von Industrieunternehmen und Banken mit großer Initiative und Intensität. Er entwickelte eigenständige Vorschläge über das Vorgehen zur Enteignung jüdischer Kapitalien und war dabei bestrebt, die Konkurrenz, wie die Dresdner Bank, möglichst auszuschalten. Die Deutsche Bank hatte drei Gründe     
für ihre aktive Teilnahme am Raubzug jüdischer Vermögenswerte. Erstens konnte die Bank als Ariseur fühlbare zusätzlich Profite erzielen, zweitens gelang es
ihr damit, ihren Kundenkreis zu erweitern, sie hätte sogar Kunden verloren, wenn sie auf die Raubobjekte verzichtet hätte, und drittens demonstrierte sie
damit ihre Loyalität gegenüber den Nazis. Mit dieser Geschäftspraxis haben die Banker die reale Entrechtung der Juden befördert, noch bevor diese formalrechtlich normiert war. ...