»GegenBANKENmacht« am 15. Januar 2012
von: Florian Müller


<- Stürmisch begrüßt, begann Quilapayún, wie jedes seiner Konzerte, mit einem Lied von Victor Jara – ihres Mitbegründers und eines der ersten Opfer der Militärdiktatur in Chile 1973. Bei »El Pueblo unido, jamás será vencido« (Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden), später gleichsam die Hymne des Widerstandes gegen Pinochet, sangen nicht wenige im Saal den Refrain mit, wurden Fäuste empor gereckt. Foto: flickr
 

Balzac war auch da: am 15. Januar in der Berliner Volksbühne. Den französischen Romancier zitierte Oskar Lafontaine mit den Worten: »Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen.« Der Satz, so Lafontaine, sei noch niemals so richtig gewesen wie in diesen Tagen. Die Veranstaltung »GegenBANKENmacht«, auf die Beine gestellt durch die Partei der Europäischen Linken (EL) und DIE LINKE und wortstark moderiert durch Diether Dehm, bot Gelegenheit, insbesondere die wahren Verursacher der Krisen zu benennen und die dramatischen Auswirkungen von Sozial- und Demokratieabbau in den Staaten der Europäischen Union zu beschreiben.

Aus CDU, Spiegel, Springer-Presse, aus geheimen wie offenen Propagandaquellen sprudelt es, Linke hätten einseitig die heimlichen Kriegsvorbereitungen gegen den Iran und Syrien benannt. Und: Wir hätten Menschenrechtsverletzungen in diesen Ländern geleugnet. Diese Schreibtischkrieger lügen: DIE LINKE hat ständig, aber meist unabgedruckt – und zwar mit allen Unterzeichnern des Antikriegsaufrufs – in unzähligen Erklärungen Staatsterror im Iran und in Syrien angeprangert.