Nach einer Aussage von Bundestagspräsident Norbert Lammert, wonach er deutsche Truppen in der Türkei, wenn sie dort nicht willkommen seien und von deutschen Politkern nicht besucht werden dürften, für nicht mehr angemessen hielte, hatte der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm gefragt, ob dies für alle nicht willkommenen Militärs gelte. Dehm bezog sich besonders auf die in Ramstein deponierten Atomraketen, die Drohnenlogistik und US-amerikanische Soldaten, die dort relativ ungehemmt ihren Staat im Staate betreiben.

Wir gratulieren dem Linksbündnis "Unidos Podemos" (aus IzquierdaUnida und Podemos) zu ihrem großartigen Erfolg in Spanien. Angesichts der tiefen Depression, die die neoliberalen Kräfte mit dem "Brexit" heraufbeschworen und verstärkt haben, ist jetzt ein Neustart der EU unvermeidlich. Dieser Neustart kommt von links - oder gar nicht!

Verteidigt die künstlerischen Auftrittsmöglichkeiten der populären linken türkischen Musikband Grup Yorum

Liebe Genossinnen und Genossen,

wer wirklich gegen Nationalismus, für internationale Solidarität und Meinungsfreiheit streiten will, rupft nicht anderen Werktätigen oder Nachbarn dass Deutschlandfähnchen vom Auto, sondern kommt am Samstag nach Gladbeck und auf das UZ-Pressefest vom 1.-3. Juli und verteidigt die Auftrittsfreiheit der linken türkischen Rockgruppe Grup Yorum dort vor Ort. Ich werde dort auch auftreten, hoffe viele von Euch dort zu sehen und weise auf die nachfolgende Presseerklärung hin:

Erdogans langer Arm in die Bundesregierung

Trotz gegenteiliger Bekenntnisse sollen Sparkassen und Genossenschaftsbanken nach wie vor für die Finanzhaie haften. Der bisherige Sparkassen-Sicherungstopf, der löschen half, wenn ein Zimmer brannte, soll jetzt in den großen Tümpel gegossen werden, aus dem vorgebliche Löschzüge betankt werden, wenn ein EU-Bankhaus bereits voll in Flammen steht. Wer aber Sparkassen in dieselbe Einlagensicherung bringt, wie die Deutsche Bank und andere Verbrecher, zerstört die kluge Subsidiarität, die regionale Rettungschance und das punktgenaue Eingreifen. Gleichheit, sagt Brecht, wird erreicht, wenn man Ungleiches ungleich behandelt.

Ein Künstler muss nicht in exakter Formatierung schwadronieren, wie das, was man nicht mehr „Lügenpresse“ nennen darf, vorstanzt.

Z.B.: Balzac war ein hoffnungsloser Idiot, was seine Anhänglichkeit an das untergegangene Königshaus anbetraf. Tolstoi lehrte, sich gegen Übel nicht zu wehren. Und was mancher rot-grüne Rockstar für den NATO-Krieg gegen Belgrad unter sich gehen ließ, war auch nicht immer von vorbildlichen Eltern. Die Unterzeichnerliste von NDR-Redakteuren gegen Xavier Naidoo ist das „who is who“ des political correcten Gleichschaltungsversuchs der letzten 20 Jahre: für neoliberale Lohnkürzung, Rentenprivatisierung und „rot-grünen“ Bombenterror.

Bei Naidoo ist die Kunst zu bewerten, nicht der Beipackzettel. Einziger Ausschlussgrund wäre: nachgewiesener Faschismus! Xavier Naidoo aber vertritt z.B. Menschenrechte für Flüchtlinge - gerade mit seinem migrantischen Hintergrund.

 

Gerne weise ich auf die Statements von Künstlern in Solidarität mit Xavier Naidoo hin.