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Erste Veranstaltung der vierteljährlichen Gesprächsreihe: Donnerstag, 09.10.2014, 20:00 Uhr

Warum eigentlich wird Kunst durch Politik gefördert? Welche verschiedenen Interessen stecken dahinter? Wie politisch sollte, kann oder muss im Umkehrschluss Kunst sein? Ist eine Vermischung der beiden Bereiche überhaupt notwendig? Sollte man sie ausbauen – oder am Ende vielleicht sogar bekämpfen? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren.

Am 10. Juni richteten die Ernst-Busch- und die Kurt-Weill-Gesellschaft im Kino "Babylon" in Berlin-Mitte Gisela May in deren erfreulich munterer Anwesenheit eine Geburtstagshommage aus. Hier begegnete ihr Diether Dehm wieder, nachdem die große Schauspielerin und Diseuse und der Liedermacher das Jahr schon gemeinsam begannen: Beim Jahresauftakt der europäischen Linken in der "Volksbühne" am Rosa Luxemburg Platz erlebten die 900 Gäste eine Gesangsdarbietung der May, die sie mit tosendem Applaus bedachten.

Seinen Aufseher schiebt das Machtgeflecht
mit Chagrin-Leder in unsre Reihen
da macht er gute Leute schlecht
und ist sehr kreativ dabei

Er wirbt gar nicht so für die Marktwirtschaft
doch er zeigt, wie schlecht das Bessere ist
nein, er lobt nicht, wenn NATO Menschen hinrafft,
doch wer‘s scharf kritisiert, ist „Sexist“

„Herr Lehrer, Herr Lehrer, der da vorn
hat die Strenge grad übertreten!“
es bebt sich so wohlig im heiligen Zorn
der mächtigen Magneten

 

dd

 

* "Das Chagrin-Leder" ist ein Roman von Balzac, wo jeder Karriereschritt ein Schrumpfen von Lebensaussichten bewirkt

Kulturbeitrag Montagsmahnwache Berlin 9. Juni 2014