Monopol kann Krieg und will ihnVor genau 50 Jahren entbrannte in der SPD der »Stamokap-Streit«. In Wahrheit war nämlich bereits unser APO-Kampf gegen US-Aggressionen in Indochina längst kein pazifistischer mehr, sondern ein wirtschafts-demokratischer geworden: warum durften bestimmte Monopole hinter Hitler und der NATO eine solche Übermacht haben, mit einem Fingerschnick Hunderttausende in den Kriegstod zu befördern?


Zahlreiche Juso-und Falken-Funktionäre
wurden aus der SPD ausgeschlossen. Wie bereits
Wolfgang Abendroth im Zuge der SDS-
Auseinandersetzungen, der gleichwohl philosophisch
-praktisch an unserer Seite stritt. Viele
waren direkt zur DKP gegangen. Einige blieben
in der SPD. Darunter damalige Exponenten
der »Stamokap«-Theorie wie Kurt Neumann,
Andreas Wehr, Christoph Butterwegge, Olaf
Scholz, Uli Wolf, Detlev Albers, Klaus-Uwe
Benneter, Uli Schoeler, Traute Müller, Matthias
Machnik, Heinrich Lienker, Thomas Ewald, Rü-
diger Deissler, Sigmar Gabriel, ich und andere.
Mit den Meisten davon entstand in meinem
osthessischen Bauernhof die Neufassung der
»Herforder Thesen – Zur Arbeit von Marxisten
in der SPD«. Damals waren wir überwiegend
von der gewaltarmen Annahme ausgegangen,
mit antimonopolistischen Strukturreformen
und der SPD die Profitgier des Kapitals stutzen
zu können. Allmählich mussten wir herausfinden,
welche langwierigen und radikalen
Anstrengungen nötig wurden – und zwar gegen
eine neue Formation des Kapitals: die Monopole.
Da stiegen einige aus, darunter der heutige
Bundeskanzler. 

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