Ein Buch über den Spiegel und andere Agenten

Als ich ihn kennenlernte, schenkte mir Peter Sodann »Wer die Zeche zahlt« von Frances Saunders. Mit haarkleinen Belegen, wie US-Geheimdienste und BND seit den 50ern Medienkampagnen steuerten, gegen den sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch, den Maler Pablo Picasso, gegen Bertolt Brecht. Und gegen andere, die schon von Goebbels und McCarthy verfolgt worden waren. »Verschwörungstheorien«? Wo Verschwörungen sind, braucht’s auch Theorie dazu.

Später las ich Erich Schmidt-Eenbooms »Der BND« und »Undercover. Wie der BND die deutschen Medien steuert«. Selbst Spiegel- und Zeit-Mitarbeiter, ja sogar Marion Gräfin Dönhoff, wurden schnöde BND-IMs. Nahkampfziel des Altnazi Reinhard Gehlen: linksliberal reputierte Meinungsmultiplikatoren in den Griff zu kriegen.

Ein Vortrag vor niedersächsischen solid-Mitgliedern
Vor zwei Jahren, als in einer Diskussion über die mögliche Absurdität von Verschwörungstheorien zum Zusammenspiel von Geheimdiensten und Strömungen innerhalb linker Parteien, die zur Erklärung der jahrzehntelang funktionierenden antikommunistischen Imprägnierung des deutschen Mainstreams herangezogen werden könnten, gestritten wurde, widersprach mir ein befreundeter Genosse aus der Spitze unserer Partei mit dem entwaffnenden Argument, wir seien „in der Linken einfach alles Linke“. Seither wollte ich mir dazu etwas gründlichere Gedanken machen.
Zwischen 1945 und 1949, als der Kapitalismus durch Hitler, seine Finanziers in der Harzburger Front und die Kriegsgewinnler um Krupp, Thyssen und die Deutsche Bank völlig diskreditiert war, bekamen die „TUIs“ viel zu tun. Brecht hatte unter diesem Namen – als witzige Verballhornung und Spiel mit dem Wort „Intellektuelle“ – diese abgesunkene Abart pachtbarer Intellektueller in seinem Turandot-Roman wunderbar sarkastisch karikiert: Sie mussten unter Androhung der Todesstrafe und der Lockung, die Königstochter zu freien, den Seidenraub am Volk durch die kaiserliche Macht mit wohlfeilen Worten zerreden. Wenn das Volk ihren Lügen nicht glaubte, wurden sie einen Kopf kürzer.

Diether Dehm und Manfred Sohn haben heute Nachmittag [den 03.06.] den Stand der Linken zur Weser-Ems-Ausstellung besucht und gleich kräftig mitangepackt. Das wohlverdiente Eis zwischendurch und einen Bummel über das Ausstellungsgelände haben sich beide nicht nehmen lassen.

Der Linke Pavillion wurde der weil gut besucht, beide Abgeordnete hatten die Gelegenheit gute Gespräche zu führen.
 

Das Unternehmertum und DIE LINKE -- ein jahrhundertelanges Missverständnis und Missverhältnis? Da Lobbyisten für Finanz, Rüstung und Atom die Politik bestimmen und immer mehr Kleinunternehmen bankrott gehen, ist ein stärkerer Dialog und eine bessere Zusammenarbeit zwischen der LINKEN und kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zwingend notwendig. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch nicht vorbei, denn während sich die Auftragsbücher in einigen Branchen wieder füllen, bleiben die Aussichten anderer Betriebe unter anderem aufgrund der schwachen Binnennachfrage unsicher. Die Fraktion DIE LINKE führt dazu am 27. Mai im Bundestag eine Konferenz mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und verschiedenen Verbänden durch.

Eine 9. Klasse des Kurt-Schwitters-Gymnasiums in Hannover war am 9. Mai zu Besuch im Bundestag. Diether Dehm war der Gesprächspartner der Jugendlichen. (siehe Foto) Aus Anlaß des EU-Projekttages besuchte im Gegenzug Diether Dehm am 16. Mai dasselbe Gymnasium in Hannover, um dort mit Schülerinnen und Schülern mehrerer 10. Klassen ins Gespräch zu kommen.

Fragen an Diether Dehm
(anlässlich seines Abschieds vom Amt des niedersächsischen Landesvorsitzenden am 19. November 2010 - nach sieben Jahren)