Notizen von Diether Dehm
http://www.jungewelt.de/2010/10-30/031.php
Es ist wie im Boxkampf: Nachdem die »Tea Party« und rechte Republikaner die ersten beiden medialen Runden gewonnen hatten, rappelt sich die Linke in der Ring­ecke allmählich wieder auf und landet erste Gegentreffer. Aber gegen die sich neu findende Bürgerrechtsbewegung inszenieren die Ultrareaktionäre ihren »Protest von unten gegen Obama« und setzen Staatsfürsten andere Zeichen gegen Aufklärung und Humanismus: eine Schwerstbehinderte wurde im September gegen alle humanistischen Proteste hingerichtet und ein Mann in letzter Sekunde aus seinem Freitodversuch »errettet«, um ihm dann sofort die Giftspritze zu geben. Durch diese Nachrichten, noch im Flugzeug und in Gedanken bei den letzten zwei Stunden eines zum Tode Verurteilten und so natürlich bei Mumia Abu-Jamal, schrieb ich ein Gedicht:

Gespräch mit Pete Seeger. Über Schwarze Listen für Künstler in den USA der 50er Jahre, das Aufrappeln der US-Linken gegen die »Tea Party« und Obamas Politik

Pete Seeger (geb. am 3. Mai 1919) ist der bekannteste Folk-Musiker der USA. 1955 verweigerte er vor dem »Komitee für unamerikanische Betätigung« die Aussage und wurde 17 Jahre lang von den kommerziellen US-Medien boykottiert. Zu seinen berühmtesten Liedern gehören »Where Have All The Flowers Gone« (1955), deutsch: »Sag mir, wo die Blumen sind«, »Turn! Turn! Turn! (To Everything There Is a Season)« von 1950.

Aus der Serie "Fragen zur linken Hegemoniearbeit":
Dr. Sabine Kebir, Gramsci-Forscherin und Literaturwissenschaftlerin, fragt Diether Dehm nach Zustand und Perspektive der Partei DIE LINKE [circa 58 Minuten Gesamtlänge]
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"In New York am Abend mit Freunden: Diether Dehm, Nora Guthrie (Leiterin des Woody-Guthrie-Archivs), Michael Kleff und Michael Spudic. (v.l.n.r.)" -> weitere Bilder

Im Rahmen einer einwöchigen Dienstreise besucht Diether Washington D.C. und New York City. Nach einem Washington-Besuch mit den Mitgliedern des EU-Ausschusses des Deutschen Bundestags setzt Diether von Mittwoch bis Samstag sein politisches Programm in New York (City) fort. Den Auftakt bilden Gespräche mit deutschen und europäischen Diplomaten über die deutsch-US-amerikanischen und EU-US-Beziehungen. Politischer Schwerpunkt der Reise ist indes der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der US-amerikanischen Linken aus sozialistischen Parteien, linken Gewerkschaften und progressiven sozialen Bewegungen:

Wie bewertet die amerikanische Linke die bisherige Regierungszeit von Barack Obama? Wie schätzt sie die politische, wirtschaftliche und soziale Situation vor dem Hintergrund der andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise ein? Wie kann die Linke in den USA ihre Marginalisierung in den Parlamenten und die Schwäche der gespaltenen Gewerkschaftsbewegung überwinden? Und kann sie durch Graswurzelmobilisierung ein Gegengewicht gegen die Macht der Konzerne, der kommerziellen Medien und der milliardenschweren konservativen und wirtschaftsliberalen Lobbyisten aufbauen?

Nach einem langen Marsch zu ihrer eigenen Hinrichtung wurden dort am 20. Juni 1944 dreiundvierzig Partisanen von der SS erschossen. Es gibt dort sowohl eine Gedenkmauer, als auch ein kleines Museum, welches die Aktionen der Partisanen in der Region dokumentiert hat.

Fragen an Diether Dehm
(anlässlich seines Abschieds vom Amt des niedersächsischen Landesvorsitzenden am 19. November 2010 - nach sieben Jahren)