Trotz gegenteiliger Bekenntnisse sollen Sparkassen und Genossenschaftsbanken nach wie vor für die Finanzhaie haften. Der bisherige Sparkassen-Sicherungstopf, der löschen half, wenn ein Zimmer brannte, soll jetzt in den großen Tümpel gegossen werden, aus dem vorgebliche Löschzüge betankt werden, wenn ein EU-Bankhaus bereits voll in Flammen steht. Wer aber Sparkassen in dieselbe Einlagensicherung bringt, wie die Deutsche Bank und andere Verbrecher, zerstört die kluge Subsidiarität, die regionale Rettungschance und das punktgenaue Eingreifen. Gleichheit, sagt Brecht, wird erreicht, wenn man Ungleiches ungleich behandelt.

Ein Künstler muss nicht in exakter Formatierung schwadronieren, wie das, was man nicht mehr „Lügenpresse“ nennen darf, vorstanzt.

Z.B.: Balzac war ein hoffnungsloser Idiot, was seine Anhänglichkeit an das untergegangene Königshaus anbetraf. Tolstoi lehrte, sich gegen Übel nicht zu wehren. Und was mancher rot-grüne Rockstar für den NATO-Krieg gegen Belgrad unter sich gehen ließ, war auch nicht immer von vorbildlichen Eltern. Die Unterzeichnerliste von NDR-Redakteuren gegen Xavier Naidoo ist das „who is who“ des political correcten Gleichschaltungsversuchs der letzten 20 Jahre: für neoliberale Lohnkürzung, Rentenprivatisierung und „rot-grünen“ Bombenterror.

Bei Naidoo ist die Kunst zu bewerten, nicht der Beipackzettel. Einziger Ausschlussgrund wäre: nachgewiesener Faschismus! Xavier Naidoo aber vertritt z.B. Menschenrechte für Flüchtlinge - gerade mit seinem migrantischen Hintergrund.

 

Gerne weise ich auf die Statements von Künstlern in Solidarität mit Xavier Naidoo hin.

Auf dem Vorstandskongress der Europäischen Linken in Madrid erklärte deren Schatzmeister Diether Dehm:

"Die Anstrengungen sowohl gegen islamistische Terroristen vom IS als auch gegen die Faschisten der klassischen Rechten müssen verstärkt werden. Zunehmend bedienen sie sich faschistischer Politik und Methoden. Beide tun einander feindlich, schaukeln sich gegenseitig hoch, sind jedoch in Einem einig: bei der Jagd auf Linke und bei der Zerstörung der organisierten Arbeiterbewegung." Vorstandsmitglied Judith Benda forderte, dem rechten Terror einen sozialstaatlichen Aufbruch von links entgegenzusetzen.

Als ich im Plenum des Bundestages die Verstaatlichung der Deutschen Bank gefordert habe – gab es nur Gegrummel.
Als ich mich zu kubanischen Regierung bekannt habe – nur Gegrummel.
Als ich mich für Gaddafis Sozialstaat und gegen die Bombardierung ausgesprochen hatte – Gegrummel.
Sogar als ich das Grundgesetz, Artikel 15, zitiert habe – aus den konservativen Reihen auch wieder nur Gegrummel.

"Die portugiesische Linke hat dem Land und Europa Nachhilfe in Demokratie gegeben. Noch immer braucht eine Regierung Mehrheiten und die von den Konservativen geführte in Portugal hatte eben diese Mehrheit für die Fortsetzung der Austeritätspolitik verloren. Damit steht im zweiten europäischen Krisenland eine Regierungsbildung auf der Grundlage linker Mehrheiten an. Angela Merkel müssten die Ohren klingen", erklärt der europapolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Diether Dehm, zu den aktuellen Entwicklungen in Portugal. Dehm weiter: