Klar ist Satire noch erlaubt – sogar nach der #nichtganzdicht-Hexenjagd...

Natürlich hat das hier aber alles GARNIX mit den Coronaregeln der Bundesregierung zu tun. Auch GARNIX mit #allesdichtmachen. Und schon GARNIX mit der Shitstorm-Hexenjagd gegen Liefers & Co. Mir fiel halt nur mal 'ne Geschichte in den Schoß. Über eine rosig-grünschwarze Zukunft, in der endlich Ketzer virtuell verbrannt und verbannt sind. Und Zweifler an den Herrschenden finalberuhigt. Besonders, weil sich doch unsere Bundesregierung dermaleinst „Solidaritätskomitee“ nennen und die endgültige Gleichheit durchsetzen wird: von dick und dünn, von hübsch und hässlich. Und zwar bei allen Geschlechtern! Es ist ein kleines Briefchen von einer Schwester an ihren Bruder 2038. Der kreist seit 17 Jahren auf der ISS III, was aber im Weltall viel schneller vergeht. Gesprochen ist die „Mail ins All“ von Schauspielerin Claudia Neidig.

verfolgte tuerkeiAls linker Politiker, vor allem aber als Kulturschaffender, stehe ich schon lange an der Seite von KünstlerInnen und kulturellen Aktivisten und Aktivistinnen weltweit. Das Erdoğan-Regime verfolgt immer brutaler GewerkschafterInnen, gewählte Volksvertreter (HDP-Abgeordnete) und inhaftiert besonders kritische Kulturschaffende.

Um, trotz der Coronakrise, die Aufmerksamkeit davon nicht abzulenken und gleichzeitig real die Situation der Betroffenen zu verbessern, veröffentliche ich mit „Künstler für den Frieden“ und dem türkischen Arbeitsverein DIDF nun eine Solidaritäts-CD. Mit Liedern von Konstantin Wecker, Dieter Hallervorden, der türkischen Grup Yorum (deren Mitglieder in der Türkei selbst brutalster Verfolgung ausgesetzt sind), Dirk Zöllner, Julia Neigel und anderen wird der Erlös genutzt, um den Rechtsschutz für verfolgte und inhaftierte Künstler-Kolleginnen und Kollegen in der Türkei zu finanzieren. ✊

Die Würde des Menschen ist dessen Frisur!

Vom Kopf eines Menschen lebt höchstens 'ne Laus.

Drum kürzet die Haare - was schert mich Kultur!

So spricht er, der Söder. Und so sieht er auch aus

abs das stueck 400JETZT ONLINE SEHEN: "ABS" –

ein politisches Theaterstück von Diether Dehm

(Regie: Reinhard Hinzpeter, Musik Jossi Mar Chaim)

mit: freies Frankfurter Schauspielensemble, Peter Sodann, Hannes Jaenicke

Hier geht's direkt zum Video (gratis!) https://weltnetz.tv/video/2452-abs-das-stueck

Hermann Josef Abs war nie Mitglied der sich „Nationalsozialistische Arbeiter“ nennenden Faschistenpartei. Aber für die Nazis kalkulierte er kalt und nüchtern (als Chef der Deutschen Bank!) deren größte Verbrechen: wie den Auschwitzbau und den Überfall auf die Sowjetunion. Nun will darum eine Protestinitiative seinen Namen aus dem Register der Frankfurter Ehrenbürger tilgen. Was wiederum die Medienarbeit des Bankhauses auf den Plan ruft...

fruechteFreitags, bzw. am Wochenende, darf ich auch mal etwas ausführlicher werden. Zumal es sich hier um eine erzählenswerte Geschichte rund um meine neue Song-Veröffentlichung "Die süßesten Früchte" handelt. Aber das dürft Ihr auch gleich selbst beurteilen...

1952 macht die großartige italienische Sängerin Nilla Pizzi beim "Musikfestival von Sanremo" (das noch vor dem "Grand Prix" älteste Musikfestival Europas) den zweiten Platz. Ihr Erfolgsschlager "Pa­pa­veri e papere" ist dabei alles andere als ein Heile-Welt-Nachkriegssong. Der Text, der auf die dunklen Machenschaften der rechts-konservativen italienischen Regierung Anfang der 50er des letzten Jahrhunderts anspielt, entwickelte sich zu einem Skandal, der sogar in einer parlamentarischen Untersuchung gipfelte.

abs 20 11

Sonntag, 29. November 2020, 20:00 Aufführung: Fritz-Bauer-Saal FfM (der Saal, in dem 1964 die Ausschwitzprozesse stattfanden)